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Grundlagen und Glossar

AC- oder DC-Ladestation: was für Ihr Gebäude?

4 Min. Lesezeitaktualisiert am

Links eine AC-Ladesäule mit eingestecktem Typ-2-Kabel, rechts eine DC-Schnellladestation an einem AutoFot. Haberdoedas, Mohamed B

AC- oder DC-Ladestation? Das sind zwei unterschiedliche Ansätze: langsameres, günstigeres Laden während der Standzeit oder Schnellladen in wenigen Dutzend Minuten, aber zu einem um ein Vielfaches höheren Preis. In Wohngebäuden, Büros und Hotels ist fast immer AC die richtige Wahl. Wir erklären die Unterschiede, zeigen reale Ladezeiten und sagen, wann sich DC lohnt.

Worin sich AC und DC unterscheiden

Die Batterie eines Elektroautos wird mit Gleichstrom (DC) geladen. Eine AC-Ladestation liefert Wechselstrom an das Auto, und das Bordladegerät im Fahrzeug wandelt ihn in Gleichstrom um. Dieses begrenzt die Leistung — meist auf 7,4 oder 11 kW, seltener auf 22 kW.

Eine DC-Ladestation hat einen eigenen Gleichrichter und speist Gleichstrom direkt in die Batterie, am Bordladegerät vorbei. Deshalb lädt sie deutlich schneller — mit 50, 150 kW und mehr —, ist aber größer, teurer und braucht eine viel höhere Anschlussleistung.

AC und DC in Zahlen

  • Leistung: AC — meist 7,4–22 kW; DC — von ca. 50 kW bis 150 kW und mehr.
  • Anschluss: AC — Typ-2-Steckdose oder -Kabel; DC — CCS2-Stecker an einem fest angeschlagenen Kabel.
  • Ladezeit 20→80 % bei einer 60-kWh-Batterie (ca. 36 kWh): AC 11 kW — ca. 3,5 Stunden; AC 7,4 kW — ca. 5 Stunden; DC 50 kW — ca. 45–50 Minuten; DC 150 kW — ca. 20–25 Minuten (je nach Fahrzeug).
  • Gerätekosten: AC — ca. 2.000–6.000 zł; DC — ab mehreren Zehntausend Złoty aufwärts.
  • Anschlussleistung: Mehrere AC-Ladestationen mit Lastmanagement passen meist an den bestehenden Hausanschluss; eine einzige 50-kW-DC-Ladestation braucht so viel Leistung, wie nicht selten ein ganzes Gebäude hat.

Die Ladezeiten sind Richtwerte: Sie hängen von der maximalen Ladeleistung des Fahrzeugs, der Temperatur und dem Batteriezustand ab. Die Gerätepreise hängen von Hersteller und Ausstattung ab.

Wann eine AC-Ladestation genügt

AC ist die Lösung für das Laden während der Standzeit — dort, wo das Auto ohnehin mehrere Stunden steht. Im Wohnblock lädt es über Nacht, im Büro während der Arbeitszeit, im Hotel während des Aufenthalts. Schon 7,4 kW reichen völlig aus, um morgens eine volle Batterie zu haben.

  • Niedrige Kosten für Gerät, Montage und Dokumentation.
  • Viele Ladepunkte bei begrenzter Leistung — dank dynamischem Lastmanagement (DLB) teilen sich die Ladestationen die verfügbare Leistung.
  • Schonenderes Laden, gut für die Batterie im Alltag.
  • Einfache Abrechnung pro Nutzer: AC-Ladestationen mit MID-Zähler und OCPP-Unterstützung arbeiten mit dem System von Domena Power zusammen.

Wann sich DC lohnt

DC ist dort sinnvoll, wo Autos nur kurz stehen und der Fahrzeugwechsel zählt: auf gewerblichen Parkplätzen, an Handels- und Gastronomieobjekten, in Flottendepots mit hoher Fahrleistung oder an Stationen entlang von Fernstraßen. Vor der Entscheidung sind die verfügbare Anschlussleistung und die Kosten ihrer Erhöhung zu prüfen — oft entscheiden sie, nicht die Ladestation selbst, über die Wirtschaftlichkeit.

In vielen Objekten bewährt sich ein gemischtes Modell: mehrere AC-Ladestationen für das Laden während der Standzeit und eine DC-Ladestation zum schnellen Nachladen.

Ein System für AC und DC

Unabhängig von der Wahl lohnt es sich, die Ladestationen in ein gemeinsames Managementsystem einzubinden. Domena Power arbeitet herstellerunabhängig mit AC- und DC-Geräten zusammen, die das OCPP-Protokoll unterstützen: Es autorisiert Nutzer in der App, berechnet die Kosten jedes Ladevorgangs nach dem Tarif des Objekts und erstellt Berichte für die Abrechnung — ohne Provision auf den Energieverkauf.

Häufige Fragen

  • Ja. Eine AC-Ladestation mit 7,4–11 kW gleicht den typischen Tagesverbrauch in 1–3 Stunden aus, und ein vollständiges Laden von 20 auf 80 % einer 60-kWh-Batterie dauert ca. 3,5–5 Stunden — weniger als eine Nacht.

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